Hufschmiedin

Judith Schillmann ist staatlich annerkannte Hufschmiedin und inzwischen auch selbstständige Unternehmerin. Zuvor hat sie eine Ausbildung zur Pferdewirtin gemacht. Wie der Alltag einer Hufschiedin aussieht verrät sie uns in einem kurzen Interview.

Wie sind Sie auf Ihren Beruf aufmerksam geworden?
Ich hatte eigenen Pferde, die natürlich auch regelmäßig vom Hufschmied bearbeitet wurden. Irgendwann wollte ich es gerne mal selber probieren und habe ein Praktikum bei unserem Schmied gemacht.

Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?
Zu sehen, wie sich die Hufe der Pferde durch die Bearbeitung positiv verändern lassen.

Was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Neben der Bearbeitung der Hufe vor allem die Beratung der Besitzer und Besitzerinnen.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Beruf / die Berufsausbildung?
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist in der Regel Pflicht. Es folgt ein vierwöchiger Einführungslehrgang an deiner Hufbeschlagschule, ein zweijähriges Praktikum bei einem Hufbeschlagschmied und ein viermonatiger Vorbereitungslehrgang an einer Hufbeschlagschmiede.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Sicherlich gibt es immer mal Pferde oder Besitzer, mit denen man nicht gleich gut zurecht kommt, aber das ist nicht die Regel. Die Arbeit an sich macht sehr viel Spaß! Man sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass es körperlich auch mal anstrengend sein kann!

Würden Sie den Beruf weiterempfehlen, zum Beispiel Ihren Freunden?
Auf jeden Fall. Man sollte ein Händchen für Pferde haben, und Spaß an der Arbeit im Freien. Dann ist Hufbeschlagschmied ein Traumberuf!

Wer waren beruflich Ihre Vorbilder?
Unser Hufschmied, Nico Masera, der, bevor ich es selber konnte, jahrelang unsere Pferde betreut hat.

Was ist / war Ihr Traumberuf?
Pferdewirtin war mein Traumberuf. Das habe ich auch gelernt. Aber inzwischen möchte ich den Beruf der Hufschmieds nicht mehr missen!

Würden Sie diesen Beruf eher als Frauen- oder als Männerberuf sehen?
Sicherlich ist es eher ein Männerberuf, aber für Frauen durchaus auch geeignet. Ich suche mir meine Kunden gezielt so aus, dass ich es auch als Frau körperlich gut schaffen kann. Es gibt genügend kleine leichte Pferde, so dass ich auf die Arbeit mit schweren Kaltblütern gut verzichten kann 😉