Waschen, schneiden, föhnen – ein Frauenklischee?

Waschen, schneiden, föhnen – das ist noch längst nicht alles! Dein Beruf als Friseur/-in ist vielseitiger als er auf den ersten Blick erscheinen mag. Der Friseurberuf fällt unter die handwerklichen Berufe und das hat auch seinen Grund. Du gestaltest sozusagen ein Produkt – die Frisur, den Bart, die manikürten Nägel oder das geschminkte Gesicht. Dazu verwendest du Hilfsmittel wie Tönungen, Blondierungen, Farbe, Kamm, Bürste, Schere, Föhn, elektrische Schneidemesser, Rasiermesser, Trockenhauben, Glätteisen, Kosmetikprodukte und vieles mehr. Du solltest dabei nicht nur Fingergeschick mitbringen, sondern auch Interesse an den Fächern Biologie und Chemie haben, denn das benötigst Du für das Färben und im Umgang mit Kosmetik-Produkten. Dass Du einem Handwerk nachgehst, zeigt auch die körperliche Belastung des Berufs. Du solltest damit klarkommen, viel im Stehen zu arbeiten. Die Beratung Deiner Kunden ist immer der erste und letzte Schritt und sollte auf der Prioritätenliste definitiv ganz oben stehen.

Du möchtest mehr über die Branche erfahren? Dann stöbere doch mal auf der Seite des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks , welcher die Gesamtinteressen des deutschen Friseurhandwerks vertritt. In ihm sind 13 Landesinnungsverbände zusammengeschlossen, deren Mitgliederbasis sind rund 270 Friseur-Innungen. Denn in Zukunft wie schon seit Jahrtausenden wird Mode, Schönheit und Gepflegtsein immer gefragt sein. Hinzu kommt, dass die/ der Friseur/-in weder durch Maschinen noch durch Computer zu ersetzen ist – eine Tatsache, die dem Friseurhandwerk eine sichere Perspektive bietet.

Ist der Friseurberuf immer noch Frauensache? Die Geschlechterrollen auf dem Arbeitsmarkt ändern sich zwar kaum und noch immer hat das Friseurhandwerk einen Frauenanteil von um die 90 Prozent. Bemerkenswert ist dennoch, dass sich auch immer mehr Männer für den Friseurberuf entscheiden. In dem kreativen, modebewussten Umfeld und der Vielzahl an interessanten Entwicklungsmöglichkeiten sehen immer mehr Männer die Aussicht auf eine berufliche Verwirklichung. Auch Starfriseure sind meistens männlich, zum Beispiel Udo Walz. Der Anteil an männlichen Auszubildenden ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Waren es ein Jahr zuvor noch 1.575 Neuverträge männlicher Auszubildender, sind es 2016 bereits 1.827. Das entspricht einem beachtlichen Anstieg um 16 Prozent innerhalb von nur zwölf Monaten. Weitere Informationen zur Ausbildungssituation erhältst Du hier.

Du möchtest herausfinden, ob Dir das Friseurhandwerk liegt? Dann melde Dich doch für einen der noch freien Plätze für den Zukunftstag an. Beispielsweise lässt Dich das Oberstufenzentrum in Potsdam in die berufstheoretische Ausbildung (Berufsschule) im dualen System für die Berufe Friseur/-in und  Kosmetiker/-in hinein schnuppern. Der Internationale Bund IB Berlin-Brandenburg gGmbH im Landkreis Märkisch-Oderland gibt Dir unter dem Motto: „Willkommen in der bunten Kosmetik- und Friseurwelt“ einen spannenden einBlick in die Branche. Auch die Handwerkskammer Potsdam – Zentrum für Gewerbeförderung und die SBH Südost in Bernau laden Dich zu einem Rundgang in ihren Werkstätten ein, um Dir unter Anderem das Berufsbild der/ des Friseurin/-s vorzustellen. Für einen Schnupperkurs im Friseur/- Kosmetikbereich kannst Du Dich am Zukunftstag bei der TREND Schöneicher Friseur & Kosmetik GmbH in Erkner sowie Rüdersdorf anmelden.

Wir wünschen Euch viel Fingergeschick und Spaß beim Kennenlernen der kreativen Handwerksbranche,

Euer Zukunftstag-Organsisationsteam