Typisch weiblich, typisch männlich?

Typisch weiblich, typisch männlich – was bedeutet das eigentlich? Männer arbeiten im Handwerk und Frauen im Sekretariat? Oder: Männer werden Ingenieur und Frauen Erzieherin? Klischees wie diese sind längst überholt! Frauen und Männer folgen heute immer häufiger ihren Interessen und Fähigkeiten – egal ob Technik oder Sozialbereich. Frauen arbeiten als Fachinformatikerinnen, Ingenieurinnen oder Chemikerinnen. Männer werden Erzieher, Grundschullehrer oder Sozialpädagoge, ohne dass sie sich dafür rechtfertigen müssen. Und das ist ein großer Erfolg – für beide Geschlechter!

Dennoch prägen geschlechterstereotype Vorlieben nach wie vor die Wahl von Berufsausbildungen und Studiengängen: Circa 70 Prozent der Mädchen wählen aus zwanzig „typisch weiblichen“ Ausbildungsberufen, etwa 50 Prozent  der Jungen konzentrieren sich auf zwanzig „typisch männliche“ Ausbildungsberufe. Bei der Wahl von traditionellen Berufsausbildungen und Studiengängen werden Alternativen oft nicht in Betracht gezogen – insbesondere solche, die anscheinend typisch weiblich oder typisch männlich sind.

Um den Blick der Mädchen und Jungen für die ganze Vielfalt in der Berufswelt zu weiten, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einem Online-Portal www.klischee-frei.de Tipps zur Berufs- und Studienwahl fernab von geschlechterspezifischen Rollenklischees zusammengestellt. Dort zeigt euch ein anschauliches Video auf sympathische Art und Weise die Geschlechterklischees bei der Berufswahl.

Nutzt den Zukunftstag 2018 und sucht euch Berufe aus, auf die ihr Lust habt und die eure Neugier wecken!