Irgendwas mit Medien?

„Ich würde gerne etwas mit Medien machen“. Diesen Satz bekommen Berufsberater und Berufsberaterinnen des Öfteren zu hören. Wir haben für Euch das Berufsbild Mediengestalter/-in recherchiert und einen spannenden Einblick für Euch vorbereitet. Für  viele Jugendliche ist es ein Traumberuf, weshalb die Ausbildungsplätze auch sehr begehrt sind. Mediengestalter/-innen finden Anstellungen in Werbeagenturen, Verlagen und Werbeabteilungen von Betrieben oder arbeiten in Werkstätten und Werkhallen. Das heißt, sie entwerfen und produzieren allerlei mediales Material: von Videos und O-Tönen über Broschüren und Anzeigen bis hin zu Gravuren und Schildern. Sie sind in Film- und Tonstudios, beim Rundfunk oder für Werbeanbieter tätig und planen, gestalten und produzieren Informations- und Werbemedien in Absprache mit Kunden und Kollegen.

Ihr seid neugierig geworden und würdet gerne mehr über die Arbeit einer Mediengestalterin erfahren? In einem spannenden Interview mit einer Auszubildenden zur Mediengestalterin Digital und Print – Gestaltung und Technik Schwerpunkt Digital haben wir für Euch interessante Infos erfragt. Viel Spaß beim Lesen!

Name: Laura Rahmel                                                   Alter: 20 Jahre

Ausbildung/Beruf, seit wann: 01.09.2016 zur Mediengestalterin Digital und Print – Gestaltung und Technik Schwerpunkt Digital

Wie sind Sie auf Ihren Beruf aufmerksam geworden? Wo haben Sie sich informiert?

Laura: Über meine vorherige Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin mit Fachabitur; Freunde und Familie, die diesen Beruf ausüben; Internet

Laura Rahmel, 20 Jahre, Auszubildende Mediengestaltung

Worauf wurde bei der Bewerbung geachtet?

Laura: Vorkenntnisse, Gestaltung der Bewerbung.

Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?

Ein großes Projekt zu bekommen und große Verantwortung zu tragen, ist für mich das spannendste. Eigens gestaltete Grafiken auf der Webseite eines Kunden zu sehen finde ich sehr toll.   Neue Techniken und Wege zu erlernen ist auch sehr spannend.  

Was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten? Woraus besteht Ihr Hauptaufgabenfeld?

Meine wichtigsten Tätigkeiten bestehen darin, kleine Aufträge, wie Grafiken in ein bestimmtes Format umwandeln, schnell und gut zu erledigen. Ich übernehme auch Aufgaben aus anderen Bereichen als dem Grafikdesign zum Beispiel der Redaktion oder dem Social Media Bereich. Das finde ich sehr gut, da ich so den vollen Umfang meines Unternehmens kennenlernen kann. Und mehr lerne als das Minimum meiner Ausbildung hergibt.  

Welche Kompetenzen und Neigungen sollte man idealerweise für eine Ausbildung im Bereich Mediengestaltung mitbringen ?

Vorkenntnisse in die Richtung sind immer gut aber nicht zwingend notwendig. Hat man diese nicht sollte man auf jeden Fall sehr lernbereit sein und keines Falls faul. Da man in vielen Projekten mit Kollegen zusammenarbeiten muss, ist Teamfähigkeit ein Muss. Und man sollte auf jeden Fall dazu bereit sein, den Feierabend etwas nach hinten zu verschieben, wenn ein Projekt eine sehr hohe Priorität hat und noch am selben Tag fertig werden muss.

Können Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, dass Sie glücklich/ stolz macht?

Es sind die kleinen Dinge, wie oben erwähnt. Eigens erstellte Grafiken auf den Webseiten der Kunden, diese kann man der Familie und den Freunden zeigen. Das macht stolz. Vor kurzem erstellte ich mit Hilfe einer Kollegin einen Jubiläumsgutschein, für unsere Mitarbeiter. Die Freude in den Gesichtern der Beschenkten zu sehen ist auch etwas, dass sowohl glücklich als auch stolz macht.

Welche Kenntnisse und Fertigkeiten haben Sie sich in Ihrer Ausbildung angeeignet?

Ich kenne mich besser mit der Typografie von Texten aus, kann viel besser mit Gestaltungsprogrammen, wie InDesign, Photoshop und Illustrater umgehen. Ich lernte Sketch kennen und lieben, ein Programm mit dem man spielend leicht Webseitenentwürfe gestalten kann. Ich habe gelernt kreativer und auch im Team zu denken.

Welche Möglichkeiten sehen Sie, sich in Ihrem Berufsfeld zukünftig weiter zu entwickeln?

Soweit ich es in meinem Unternehmen mitbekommen habe, besteht im Grafikbereich die Möglichkeit, Leiter der Grafik zu werden. Dafür brauch man jedoch eine Menge Berufserfahrung. Es ist außerdem möglich eine Stelle als Projektleitung anzunehmen. Ich denke, dass ist auch eine Weiterqualifizierung.

Welche Empfehlungen würden Sie Ihren Freunden und Freundinnen geben, wenn sie auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind?

Wenn man Farben mag, Gestaltung liebt und Kontaktfreudig ist, sollte man auf jeden Fall mindestens darüber nachdenken, ein Praktikum in dem Bereich Mediengestaltung machen. Es kann nicht schaden, ist gut für den Lebenslauf und vielleicht findet man hier ja seine Passion. Ich habe meine gefunden.

Was war/ist Ihr Traumberuf?

Ich bin mir sicher, dass der Beruf Mediengestalterin schon sehr nah an meinen Traumberuf herankommt. Ich gestalte gerne Dinge und liebe Farben und Design. Innenarchitektur ist mit Grafikdesign auf meinem Platz eins.

 

Und jetzt? Auch für den Zukunftstag haben sich bereits Veranstalter gemeldet, die Euch über die Medienbranche informieren möchten. Die Technische Hochschule in Brandenburg an der Havel lässt Euch bei interessanten Praxisworkshops in den Fachbereich Informatik und Medien schnuppern. Der Landkreis Oranienburg und das IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) stellen Euch den Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste vor und zeigen Euch, worauf es bei der Bewerbung ankommt. Hast Du zudem Lust auf geografische Karten und moderne Medien? Dann schau Dir bei der LGB (Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg) in Potsdam an, was man als Geomatiker/-in so alles macht. Bei einem Tag im Medienhaus der LAUSITZER RUNDSCHAULR Medienverlag und Druckerei GmbH in Cottbus wird Dir ganz praktisch gezeigt, worauf es bei der Ausbildung Medienkauffrau/-mann, Digital & Print ankommt.

Es liegt an Dir, viel Spaß bei Deiner Auswahl.