einBlick in einen Arbeitskreis

Die Stadt Guben engagiert sich mit einem eigenen Arbeitskreis für den Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Brandenburg, denn auch die Unternehmen, Dienstleister und Behörden der Stadt Guben und der Region sind zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in starkem Maße darauf angewiesen, gute Fachkräfte über die berufliche Ausbildung heranzuziehen bzw. qualifiziertes Personal zur Verfügung zu haben.

Doch was zählt zu den Aufgaben eines Arbeitskreises und wie unterstützt dieser die Aktivitäten des Zukunftstags?

Wir haben direkt nachgefragt und haben in einem spannenden Interview mit Frau Viktoriya Scheuer, Ansprechpartnerin Netzwerk Schule & Wirtschaft in der Stadt Guben, herausgefunden, dass es der Stadt Guben um mehr geht – über den Zukunftstag hinaus, um die Zukunft der Fachkräftesituation in Guben und der Region.

  1. Was genau ist die Aufgabe Ihres Arbeitskreises?
    • Frau Scheuer: Unser Arbeitskreis befragt regelmäßig die Gubener Unternehmen zu ihren möglichen Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Gegenwertig findet die Befragung zu den Praktikumsplätzen für den diesjährigen Zukunftstag statt. Die Antwortbögen werden uns dann bis zum 24.02.2017 vorliegen, sodass wir daraus eine Liste erstellen und diese dann auf dem AusbildungsAtlas Guben veröffentlichen. Wichtig ist hierbei auch, dass die Schulen Kenntnis von dieser Befragung haben und wissen, wo sie sich informieren können.
  2. Sie sprechen von einem AusbildungsAtlas. Was genau versteckt sich dahinter?
    • Frau Scheuer: Der AusbildungsAtlas wird als Online-Plattform von der Stadt Guben gepflegt und bietet eine breite Übersicht an Ausbildungs- und Praktikumsplätzen in der Neißestadt. Hierbei kann man direkt über entsprechende Verlinkungen auf die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer sowie Agentur für Arbeit gelangen, um dort nach weiteren Möglichkeiten zur Berufsausbildung zu suchen. Der AusbildungsAtlas bietet Links zu zahlreichen Berufsbildern und hält die wichtigsten Rahmenbedingungen der entsprechenden Ausbildung für die Schüler/-innen bereit.
  3. Gibt es darüber hinaus noch Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung?
    • Frau Scheuer: Ja, unser Netzwerk Schule & Wirtschaft bietet in direktem Kontakt mit den Schülern/-innen Bewerbungstrainings und Unterstützung bei der Praktikumssuche an. Auch ein „Zukunftstag für Grundschüler“ wurde bereits ins Leben gerufen, um die Berufsorientierung möglichst früh zu starten. Hierbei handelt es sich um zwei Projekttage, an denen die Grundschüler/-innen zunächst auf spielerische Weise theoretische Erklärungen zu bestimmten Berufen vermittelt bekommen. Am zweiten Projekttag gehen die Kinder dann in Gruppen zu den teilnehmenden Unternehmen und erhalten Einblicke in deren Arbeit. Des Weiteren führt das Netzwerk jährlich eine Ausbildungs- und Studienbörse im September durch.
  4. Warum denken Sie, ist die Teilnahme am Zukunftstag für die Schüler/-innen wichtig?
    • Frau Scheuer: Es ist wichtig, frühzeitig erste Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. Ein 14-tägiges Praktikum ist meist nicht ausreichend, um für sich festzustellen, was man beruflich machen möchte. Heranwachsende sollten verschiedene Berufe kennenlernen beziehungsweise in mehrere Unternehmen hineinschnuppern. Der Zukunftstag bietet genau diese Möglichkeiten, um ein breitgefächertes Wissen über verschiedene Ausbildungswege zu erlangen oder zu erweitern.
  5. Gibt es für die Stadt Guben besonders kennzeichnende Unternehmen?
    • Frau Scheuer: Über das Netzwerk Schule & Wirtschaft und den AusbildungsAtlas erhält man einen guten Überblick zu den Unternehmen in Guben. Zu den größten und in vielen Bereichen engagierten Arbeitgebern der Neißestadt zählen die Trevira GmbH (ca. 610 Mitarbeiter in Guben (insgesamt ca. 1.100 Mitarbeiter), das Naëmi-Wilke-Stift (ca. 400 Mitarbeiter), die Megaflex Schaumstoffe GmbH (ca. 250 Mitarbeiter), die Bäckerei Peter und Cornelia Dreißig KG ( ca. 180 Mitarbeiter in Guben, insgesamt ca. 920). Neben Gubener traditionsreichen Familienunternehmen, wie Hoffmann Möbel, Wilhelm Wilke Spedition  oder  Glas- und Leichtmetallbau Dulitz, ist auch die Stadtverwaltung Guben (ca. 150 Mitarbeiter) und die kommunalen Gesellschaften als potentieller Arbeitgeber zu nennen. Insgesamt werden im Stadtgebiet viele und vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten unterschiedlichster Firmen angeboten.

Sicher gibt es auch in Eurer Region aktive Arbeitskreise, die Euch bei der Ausbildungssuche unterstützen. Schaut einfach mal auf dem Netzwerk Schule & Wirtschaft vorbei.