Zahnmedizinischer Fachangestellter

Mein Name ist Matthias Neumann. Ursprünglich habe ich Kfz-Mechaniker gelernt, doch durch private Veränderungen, wollte ich auch beruflich etwas Neues ausprobieren und habe mir ein anderes Betätigungsfeld gesucht. Als dann eine, neben meiner Wohnung gelegene, Zahnarztpraxis dringend eine „Aushilfe“ suchte, habe ich dort ungelernt begonnen zu arbeiten.

ZahnmedizinischerFachangestellterWie sind Sie auf Ihren jetzigen Beruf aufmerksam geworden?
Wie schon erwähnt, bin ich mehr oder weniger durch Zufall auf meinen derzeitigen Beruf aufmerksam geworden. Ich wollte einfach etwas ganz anderes machen und bekam durch ein zufälliges persönliches Gespräch spontan die Stelle.

ZahnmedizinischerFachangestellterWas mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Zuerst war ich an der Rezeption tätig, habe Termine vergeben und Karteikarten kontrolliert. In meiner Freizeit habe ich dann von Fachhändlern oder der Zahnärztekammer angebotene Weiterbildungskurse besucht und mir die entsprechenden Lehrbücher besorgt. So bin ich langsam in die Materie hineingewachsen. Durch Zufall habe ich dann erfahren, dass man als Quereinsteiger nach einer bestimmten Anzahl an Arbeitsjahren die Prüfung zum „Zahnmedizinischen Fachangestellten“ ablegen kann. Da ich mir diese Chance nicht entgehen lassen wollte, habe ich mich zur Prüfung angemeldet und wurde eingeladen.

Was ist das Spannende an Ihrem Beruf?
Für mich ist es immer wieder eine interessante Herausforderung, den Besuch für die, in ihrer Art verschiedensten Patienten in der Praxis so angenehm – wie beim Zahnarzt möglich – zu gestalten. Das heißt, ich versuche ihnen ihre Angst zu nehmen, auf ihre Eigenheiten einzugehen und ihnen Behandlungen so zu erklären, dass sie trotz unterschiedlicher Vorkenntnisse den Sinn und die Notwendigkeit verstehen.

ZahnmedizinischerFachangestellterWas sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Meine hauptsächliche Arbeit ist die gesamte Verwaltung der Praxis. Das beginnt von der Terminvergabe über die Erstellung von Behandlungsplänen, die Abrechnung gegenüber den Patienten und Krankenkassen, die Materialbestellung bis hin zum Qualitätsmanagement. Außerdem helfe ich bei der Aufklärung von Patienten oder übernehme die Stuhlassistenz sowie einfache zahntechnische Arbeiten.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Was ich an meinem Beruf nicht mag, ist die ausufernde Bürokratie, verbunden mit unheimlich aufwändigen Kontroll- und Dokumentationstätigkeiten und der ständige Zeitdruck.

ZahnmedizinischerFachangestellterWas war Ihr Traumberuf? Wie haben Sie sich als Jugendlicher Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Mein ursprünglicher Traumberuf war Kfz-Mechaniker. Über meine weitere berufliche Zukunft habe ich damals noch nicht wirklich nachgedacht.

Hatten Sie Vorbilder?
Nein, ich hatte keine Vorbilder.