Wirtschaftsingenieurin

Mein Name ist Cynthia Kirstein und ich bin 24 Jahre alt. Ich studiere „Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung Kraftwerkstechnik/-management“ an der BTU Cottbus, da mich Technik und die Abläufe in einem Kraftwerk schon immer fasziniert haben.

Mir liegen besonders die Inhalte und Tätigkeiten der technischen Modulen, was mich auch immer wieder dazu anspornt, dieses doch sehr schwierige Studium zu meistern. Dazu tragen auch die gute Berufsaussichten bei: In der Region Lausitz ist der Bergbau nämlich eine der wichtigsten und bestbezahlten Wirtschaftszweige. Der Bereich „Energie und Rohstoffe“ ist somit nicht nur abwechslungsreich, sondern auch zukunftsträchtig.

WirtschaftsingenieurinWie sind Sie auf Ihr Studium aufmerksam geworden?
Da mein Vater häufig in Kraftwerken tätig ist, habe ich in Gesprächen mit ihm erfahren, wie vielfältig diese Arbeit ist. Zugegeben, anfänglich geschah das mit Sicherheit eher unbewusst, aber mit der Zeit hat sich mein Interesse zunehmend gesteigert. Ein ganz entscheidendes Erlebnis war für mich, als ich vor einigen Jahren den „Tag der offenen Tür“ in einem näher gelegenen Kraftwerk besuchte. Dort erlebte ich nicht nur hautnah einen Schornsteinabriss, sondern ich durfte auch die Abrisseinrichtung besichtigen.

WirtschaftsingenieurinWas ist das Spannende in Ihrem Studium bzw. zukünftigen Beruf?
Das Spannende ist die tägliche Herausforderung und die Perspektive, dass im Bereich der Kraftwerkstechnik ständig Neuerungen zu erwarten sind.

Was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Da ich mich noch mitten im Studium befinde, ist es im Moment am wichtigsten für mich alle Prüfungen und Tests erfolgreich zu bestehen. Aber auf Eines freue ich mich schon heute: Wenn ich meine theoretischen Kenntnisse, Tag für Tag praktisch umsetzen kann.

Können Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, das Sie glücklich macht?
Als Studentin habe ich schon mehrere Praktika absolviert, die mich darin bestärkt haben, dass meine Studienwahl goldrichtig war. Das ist eine Erkenntnis, die mich sehr glücklich macht.

WirtschaftsingenieurinGibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Während meiner bisherigen Praktika hatten so manche Mitglieder der männlichen Belegschaft Vorurteile gegenüber meiner doch etwas geschlechtsuntypischen Berufswahl, doch ich habe sie gerne vom Gegenteil überzeugt.

Was war Ihr Traumberuf? Wie haben Sie sich als Kind Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Als Kind träumte ich davon, Archäologin zu werden. Später hat mich dann die Pyrotechnik begeistert, deren Grundlagen mich auch während meines Studiums begleitet haben.

WirtschaftsingenieurinWas mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Außer das man ein erfolgreich abgeschlossenes Abitur und natürlich ein Interesse für diese Studienrichtung haben sollte, gibt es keine bestimmten Aufnahmekriterien.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Meine Freizeit besteht aus gemeinsamen Spielen mit meinem Sohn (fast 3 Jahre). Im Sommer trifft man uns auch häufig an den Cottbuser Badeseen.
Für mich persönlich versuche ich durch regelmäßige Besuche im Fitnessstudie einen passenden Ausgleich zum Schreibtisch zu finden.

WirtschaftsingenieurinWas sagt Ihre Familie zu Ihrem Beruf? Wer hat Sie beeinflusst?
Ehrlich gesagt, hatte meine Mutter Bedenken bezüglich meiner Studienwahl. Sie meinte häufig, dass ich mit Sicherheit eine nette Lehrerin oder Krankenschwester sein könnte. Ich habe mich nicht davon beeinflussen lassen und meinen eigenen Weg gefunden, der mich zu einem Beruf führte, den ich auch wirklich ausüben möchte.

Hatten Sie Vorbilder?
Nein, aber ich bin bestrebt, anderen ein gutes Vorbild zu sein.