Rettungsassistentin

Mein Name ist Johanna Rauchfuß und ich bin 24 Jahre alt.

RettungsassistentinWie sind Sie auf Ihre Berufsausbildung aufmerksam geworden?
Ich wollte die Wartezeit auf einen Medizinstudienplatz sinnvoll nutzen und habe nach Ausbildungen im medizinischen Bereich gesucht. Da mir der Rettungsdienst sehr vielfältig erschien, absolvierte ich zunächst die 3-monatige Ausbildung zur Rettungssanitäterin. Nach diesem kurzen Einblick habe ich mich dann kurzerhand für die Ausbildung zur Rettungsassistentin entschieden.

Was ist das Spannende in Ihrem Beruf?
Dass man nie genau sagen kann, was in der nächsten Sekunde passiert.

Was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Die Erstversorgung von Notfallpatienten und gegebenenfalls die Assistenz bei notärztlichen Maßnahmen.

RettungsassistentinKönnen Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, das Sie glücklich macht?
Wenn wir im Nachhinein ein Danke vom Patienten erhalten. Man darf nicht vergessen, dass wir auf Menschen in Ausnahmesituationen treffen, aber dennoch ist es schön hin und wieder eine positive Rückmeldung zu bekommen.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem zukünftigen Beruf nicht mögen?
Nicht jeder Patient steht unseren Maßnahmen positiv gegenüber. Ein gewisses Maß an Achtsamkeit ist unerlässlich. Natürlich hat man als Frau immer mal wieder mit Vorurteilen zu kämpfen.

Was war Ihr Traumberuf? Wie haben Sie sich als Kind Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Mein Traumberuf war und ist es Ärztin zu sein. Als Kind stellt man sich jedoch den Weg zum Studium nicht so beschwerlich vor.

RettungsassistentinWas mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Die Ausbildung umfasst ein Jahr theoretischen und praktischen Unterricht auf einer Rettungsdienstschule, welches mit einem Staatsexamen abschließt. Danach folgt ein Praktikum über mindestens 1.600 Stunden auf einer Lehrrettungswache. Das Praktikum endet mit einem Abschlussgespräch. In einigen Bundesländern existiert bereits eine dreijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich gehe zum Fitness, als Ausgleich zur physischen Anstrengung des Rettungsdienstes. Ansonsten lese ich viel.

RettungsassistentinWas sagt Ihre Familie zu Ihrem Berufsziel? Wer hat Sie beeinflusst?
Ohne meine Familie wäre mir die Ausbildung gar nicht möglich gewesen, da sie selbst finanziert werden muss. Sie haben immer ein offenes Ohr, wenn mich ein Einsatz belastet.

Hatten Sie Vorbilder?
Meine Mutter. Sie zeigt mir, dass man auch nach über 30 Jahren Berufspraxis als Ärztin nicht abgestumpft sein muss. Sie engagiert sich in besonderem Maße für ihre Patienten und Mitarbeiter. Sie stärkt mir den Rücken und lässt mich an ihrer Erfahrung teilhaben.