Referentin für Umwelt und Energie

Ich heiße Marietheres Stiehl, bin 28 Jahre alt und arbeite als Referentin für Umwelt und Energie beim Automobilzulieferer Laurent Reifen GmbH in Oranienburg. Nach meinem Abitur habe ich eine Ausbildung zur IT-Systemkauffrau absolviert und hatte den Wunsch im Anschluss daran Wirtschaftsinformatik zu studieren. Da für diesen Studiengang alle Plätze belegt waren, habe ich mich für betriebliche Umweltinformatik an der FHTW Berlin entschlossen. Die Entscheidung war goldrichtig, da sich der Umweltschutz in vielen Unternehmen zum Erfolgsfaktor herausbildet.

ReferentinUmweltWie sind Sie auf den Beruf aufmerksam geworden?
Meine Eltern sind im Bereich der Informationstechnologie beschäftigt und meine Großeltern haben auch technische Berufe. Die Sprache der Informatiker war mir also schon sehr früh vertraut. Außerdem haben mich Mathematik und Naturwissenschaften schon in der Schule fasziniert und mir Spaß bereitet. Deshalb gab es eigentlich für mich nur diesen Weg.

Was ist das Spannende an Ihrem Beruf?
Der berufliche Alltag ist sehr abwechslungsreich. Ich analysiere und prüfe die Prozesse im Unternehmen unter dem Aspekt des Umweltschutzes, der Kosten-, Energie- und Materialeffizienz. Die Ergebnisse werden unter Beachtung der aktuellen Umweltschutzgesetze der Geschäftsleitung präsentiert. Umweltrelevante Veränderungen können dann zielsicher im Unternehmen umgesetzt werden. Außerdem sitze ich nicht nur am Schreibtisch, sondern habe auch den direkten Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von der Produktion bis zur Geschäftsleitung.

ReferentinUmweltWas sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Zusammengefasst sind die wichtigsten Tätigkeiten die Kontrolle der Produktionsprozesse im Unternehmen, die Dokumentation sowie die Formu- lierung von Zielen. Das alles immer mit Blick auf die Gesetzgebung, die uns kontrollierenden Behörden und natürlich auch der Anwohnerinnen und Anwohner hier in Oranienburg. Gegenüber der Geschäftsleitung habe ich eine beratende Funktion.

Können Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, das Sie glücklich macht?
Glücklich bin ich, wenn meine Arbeit etwas bewegt hat, sowohl im Denken als auch z. B. in Hinblick auf umweltbewusstes und effizientes Handeln – oder wenn ein Projekt mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen wurde.

ReferentinUmweltGibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Eigentlich mag ich alles an meinem Beruf, sogar das Studieren der Gesetzestexte. Und das verlangt ein sehr großes Maß an Disziplin und Ausdauer.

Welche Empfehlungen würden Sie Ihren Freundinnen und Freunden geben, wenn sie auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind?
Meine Empfehlung an Schülerinnen und Schüler: Hört auf Euren »Bauch«, seht Euch in Eurer Umgebung um, welche Unternehmen Ihr einmal ansprechen könnt, um dort eventuell ein Praktikum zu machen, um Euch auszuprobieren. Und redet mit Euren Eltern, Großeltern und Freunden über Eure Vorstellungen vom Leben. Wichtig ist, dass man sich an seinem Platz wohlfühlt. Dann macht die Arbeit auch Spaß. Und außerdem formuliert Eure Ziele ruhig einmal schriftlich und wenn sie Euch zu groß erscheinen, teilt sie auf in viele kleine und manchmal auch etwas größere Schritte.

ReferentinUmweltWas war Ihr Traumberuf?
Mein Traum war die Informationstechnologie und der Computer…

Was mussten Sie tun, um Ihren Beruf zu erlernen?
Voraussetzung für den Beruf ist das Abitur. Außerdem muss man logisch und analytisch denken können, gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern haben und auch kreativ sein. Zum Studium gehörte ein Praktikumssemester und viele Projektarbeiten, in denen man mit den verschiedensten Facetten des Berufes konfrontiert wurde.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich genieße meine Freizeit mit meiner Familie und vor allem mit meiner kleinen Tochter Josefine.

ReferentinUmweltWas sagt Ihre Familie zu Ihrem Beruf? Wer hat Sie beeinflusst?
Meine Eltern haben mit ihrem Berufsalltag in der IT-Branche, meine Mutter ist Programmiererin und mein Vater arbeitet im Kundenservice, sicherlich einen großen Einfluss auf meinen Berufswunsch gehabt. Die Unterstützung, die ich von ihnen erhalten habe, die Fragen, die sie mir beantwortet haben und der gelebte Alltag haben mich immer gestärkt. Außerdem haben sie mir vorgelebt, dass die Informationstechnologie eine Branche mit Zukunft ist.

Hatten Sie Vorbilder?
Meine Großeltern und meine Eltern, die mir immer gezeigt haben, dass die Familie und der Beruf miteinander vereinbar sind.