Physiotherapeut

Mein Name ist Enrico Stahlschmidt und ich bin 23 Jahre alt. Aktuell bin ich bei der Physiotherapie Potsdam beschäftigt. Ich arbeite momentan im Gelenkzentrum der Poliklinik des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam, einem der Standorte der Physiotherapie Potsdam.

PhysiotherapeutWie sind Sie auf die Berufsausbildung aufmerksam geworden?
Ich war etwa ein dreiviertel Jahr selbst in Behandlung. Dadurch hat sich langsam mein Interesse entwickelt. In der 11. Klasse stand dann für mich fest, dass ich in diese Richtung gehen möchte.

Was mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert drei Jahre. Abitur ist keine zwingende Voraussetzung, ist aber von Vorteil. Man muss mindestens 17 Jahre alt sein und einen Einstellungstest mit anschließendem Gespräch absolvieren. Dabei geht es vor allem um Fragen zur Einrichtung und weniger um Wissensabfrage. Außerdem war das Absolvieren eines berufsvorbereitenden Praktikums in einer physiotherapeutischen Praxis eine Voraussetzung.

PhysiotherapeutWas ist das Spannende in Ihrem Beruf und was sind die wichtigsten Tätigkeiten?
Da kann ich jetzt gar nicht nur eine Sache sagen. Ich finde Physiotherapie im Sport sehr interessant, aber auch den Bereich Neurologie (Gehirn- und Nervenerkrankungen) oder Kinder-Reha. Die Physiotherapie bietet so ein breites Spektrum, dass man gar nicht sagen kann „genau das mache ich, darauf arbeite ich hin.“

Können Sie von einem beruflichen Ereignis berichten, das Sie glücklich gemacht hat?
An meine erste eigene Patientin werde ich mich auf jeden Fall immer erinnern. Sie war damals Patientin in der Kinder-Reha (Patienten im Alter 0-25 Jahre) und hatte durch einen schweren Autounfall ein Polytrauma (=mehr als drei lebensgefährliche Verletzungen) erlitten. Es war beeindruckend, wie schnell sie wieder fit war. Wir stehen auch weiterhin noch in Kontakt.

Gibt es etwas, was Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Der Krankenhausbereich ist für mich persönlich nicht das, was ich später als Physiotherapeut machen möchte. Die Arbeit besteht dort vor allem in der postoperativen Versorgung, wie Schwellungen mindern oder mit Patienten trainieren, die zum Beispiel ein künstliches Hüftgelenk bekommen haben. Da gefällt mir Reha und die Nachbehandlung (nach der Reha) besser.

PhysiotherapeutWas war Ihr Traumberuf?
Ganz früher war es Stuntman. Dann kam ich auf die Idee Anwalt zu werden und habe auch ein Praktikum in einer Bank gemacht. Das war jedoch nicht so meins.

Wer hat Sie bei der Berufswahl beeinflusst?
Es gab niemanden, der gesagt hat, was hältst du denn von Physiotherapie? Es war eher so, dass ich ankam und meinte, das fände ich interessant. Meine Familie hat mich dabei dann auch bestärkt und unterstützt. Mittlerweile ist es so, dass ich auch von Freunden sehr viel positives Feedback bekomme.

Hatten Sie Vorbilder?
Meine Anatomie-Lehrerinnen während der Ausbildung waren toll. Die hatten einfach so viel Wissen. Sie konnten einem immer noch einen ganz anderen Einblick geben, da sie selbst aus der Praxis kam.

Würden Sie den Beruf des Physiotherapeuten weiterempfehlen?
Ich würde es jedem weiterempfehlen. Physiotherapeuten werden immer gesucht. Es ist ein super Beruf für jeden, der mit Menschen zurechtkommt. Man sollte Begeisterung und Wissensdrang mitbringen, da man sich als Physiotherapeut sein ganzes Leben lang weiterbilden muss.