Kfz-Mechatronikerin

Ich heiße Franziska Niendorf und bin 21 Jahre alt. Ich befinde mich zur Zeit in der Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin. Ich habe die Oberschule bzw. das Gymnasium besucht. Mein Leitspruch ist: „Wenn Du ein Ziel hast, verliere es nie aus den Augen und verwirkliche es!“

Kfz-MechatronikerinWie sind Sie auf den Beruf der Kfz-Mechatronikerin aufmerksam geworden?
Während meines 2-jährigen Fachabiturs absolvierte ich das schulbegleitende Pflichtpraktikum in einer Honda-Fachwerkstatt. Ich glaubte bis dahin, dass sich mein Interesse hauptsächlich auf Motorräder bezieht. Doch als ich in der Autoabteilung Reparaturen und Inspektionen durchführen sowie bei Probefahrten mitfahren durfte, begann mein Herz höher zu schlagen und somit war für mich klar: Ich möchte auch künftig mit Autos zu tun haben. Viele Gespräche mit Freunden und ein Trabant, an dem ich so einiges selbst reparierte, bestätigten mir meinen Wunsch und halfen mir bei der Suche meines Ausbildungsplatzes.

Was ist das Spannende an Ihrem zukünftigen Beruf?
Das Diagnostizieren von Fehlern gehört ebenso zum Aufgabengebiet wie das De-/Montieren von Bauteilen, die Instandsetzung von Kraftfahrzeugen und die Aktualisierung von Systemen mit neuer Software. Ich habe mit Technik zu tun, die immer benötigt wird. Jederzeit wird nach Verbesserungsmöglichkeiten – sparsamere Motoren, die Nutzung erneuerbarer Energien, höhere Sicherheitssysteme – gesucht. Es gibt demnach auch immer Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Weiterbildung.

Was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
In meiner Ausbildung lernte ich bereits das Diagnostizieren von Fehlern, die Wartung, Prüfung und Einstellung von Kraftfahrzeugen und Systemen, das Demontieren/Montieren von Baugruppen und deren Bauteilen, die Instandsetzung von Kraftfahrzeugen, das Aus-, Um- und Nachrüsten von technischen Systemen und die Planung und Kontrolle von Arbeitsabläufen.

Kfz-MechatronikerinKönnen Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, dass Sie glücklich macht?
Es ist immer wieder eine Freude für mich zu sehen, wie sich das Fahrzeug aus vielen Baugruppen und Bauteilen zu einem komplett funktionstüchtigen Fahrzeug entwickelt. Wenn ich auf der Straße einen Sprinter zu Gesicht bekomme, denk ich immer daran, dass ich vielleicht an einem dieser mitgearbeitet habe.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
In meiner bisherigen Ausbildungszeit sind mir keine Unannehmlichkeiten aufgefallen. Das einzige, was mich ein wenig stört, ist, wenn ich einen Fehler nicht so schnell finde, wie ich es mir wünsche.

Welche Empfehlung würden Sie Ihren Freunden und Freundinnen geben, wenn Sie auf der Suche nach Ihrem Traumberuf sind?
Interessen und Vorstellungen sollten immer bei der Wahl des Berufes berücksichtigt werden. Man sollte zumindest eine Richtung festlegen oder unbeliebte Sachen ausschließen können. Es ist schließlich eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben, die den weiteren Weg mitbestimmt. Wer sich falsch entscheidet oder einen Beruf wählt, der ihm nicht liegt, hat es meist schwerer, als jemand, der sich gründlich orientiert hat. Auch ist es sehr wichtig, sich mit seinem zukünftigen Ausbildungsinhalten zu befassen. Gerade in meinem Beruf sollte man wissen, dass nicht nur die Mechanik Inhalt der Ausbildung ist, sondern auch die Elektrik und die Elektronik.

Was war/ist Ihr Traumberuf?
Mein Traumberuf war ein Beruf mit Kraftfahrzeugen, der sich im Beruf der Kraftfahrzeugmechatronikerin verwirklicht hat.

Was mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Voraussetzung für jeden Beruf sind an erster Stelle das Interesse und gute schulische Leistungen besonders in Fächern, die sich auf den zukünftigen Beruf beziehen. Ich absolvierte erfolgreich mein Fachabitur in der Fachrichtung Technik. Dann bewarb ich mich bei meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb DaimlerChrysler. Es folgte ein langer, anspruchsvoller Einstellungstest, ein Vorstellungsgespräch sowie eine ärztliche Untersuchung der körperlichen Tauglichkeit. In Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch sollte sich jeder im Voraus gut über seinen zukünftigen Ausbildungsberuf und den Betrieb informieren.

Kfz-MechatronikerinWie verbringen Sie Ihre Freizeit?
In meiner Freizeit betreibe ich regelmäßig Sport, fahre leidenschaftlich gern Motorrad, treffe mich mit Freunden und lese, wenn es die Zeit zulässt, auch mal gern ein Buch.

Wie haben Sie sich als Kind Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Als Kind wollte ich Pilotin werden. Einige Reisen in interessante Länder haben mich fasziniert und ich glaubte in meiner kindlichen Naivität, man könne die ganze Welt sehen und müsse nur selten fliegen. Ein Gespräch mit einem Piloten jedoch holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück und ich entdeckte mein Interesse für die Fortbewegungsmittel am Boden.

Was sagt Ihre Familie zu dem Beruf und wer hat Sie beeinflusst?
In meiner Familie standen immer alle hinter meinem Berufswunsch. Es gab auch immer Möglichkeiten, bei technischen Arbeiten im Haushalt zu helfen, sodass sich mein Interesse für Technik festigte. Ich beschloss, einen frauenuntypischen Beruf zu wählen, denn für mich stand immer fest, dass ich nichts mit Medizin, Kindern oder Verkauf zu tun haben wollte. Der entscheidende Moment, in dem ich mich endgültig für die Fahrzeugtechnik entschloss, war der, als meine Eltern und ich zusammen den Führerschein für das Motorrad machten.

Hatten Sie Vorbilder?
Vorbilder, die ich direkt beim Namen nennen könnte, gibt es nicht. Aber da meine Eltern mich immer in meinen Wünschen und Ideen unterstützt haben, fiel es mir nicht schwer, meine Entscheidung zu treffen.

Wenn Sie einen Werbetext für Ihre berufliche Tätigkeit schreiben würden, was müsste unbedingt darin stehen?
Sehr gute Fertigkeiten und Kenntnisse für hervorragende Mercedes-Benz Produkte.