Holztechnikerin

Mein Name ist Aileen Ballenthin und ich bin 24 Jahre alt. Nach meinem Abitur war mir klar, dass ich nicht wie meine Kommilitonen ein Studium anfangen wollte. Doch was dann?

Da ich keine klare Vorstellung hatte, entschied ich mich, mir erstmal ein paar Eindrücke von beruflichen Möglichkeiten in Form von Praktika zu machen. Eins dieser Praktika war bei einem Tischlermeister, der mich dann auch motivierte, den Beruf der Tischlerin zu erlernen. Nach einer dreijährigen Ausbildung zur Tischlerin entschloss ich mich zu einem Studium der Holztechnik.

HolztechnikerinWie sind Sie auf Ihr Studium aufmerksam geworden?
Nach meiner Ausbildung zur Tischlerin wollte ich weiterhin in der Holzbranche arbeiten. Für meine berufliche Weiterentwicklung stand für mich schnell fest, dass ich ein Studium in diese Richtung machen möchte. Durch den Studienführer habe ich dann die Fachhochschule Eberswalde gefunden, an der ich nun Holztechnik studiere.

Was ist das Spannende in Ihrem Studium bzw. zukünftigen Beruf?
Die vielen Möglichkeiten, die sich mir durch das Studium eröffnen. Es vereinen sich nicht nur die Berufe der Tischlerin und der Zimmerfrau in diesem Studium, sondern es kommen auch noch viele Bereiche der Forschung und der Betriebswirtschaftslehre hinzu. Dementsprechend lerne ich auch viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen kennen.

HolztechnikerinWas sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Ein Problem erkennen, analysieren und eine Lösung finden. Dies wurde mir bereits in meiner Ausbildung sehr nahe gelegt. Erst denken, dann handeln. Genauso ist es nun auch im Studium. Es lassen sich immer wieder Probleme finden und wir versuchen diese dann meist im Team durch kreative Ansätze zu lösen.

Können Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, das Sie glücklich macht?
Wenn ich vor einem scheinbar unlösbaren Problem stand und lange über mögliche Lösungsansätze nachgedacht habe. Diese dann einem Professor vorzustellen und eine Bestätigung zu bekommen, dass es funktionieren kann. Das ist ein schönes Gefühl.
Auch wenn ich aus einem anderen Fach mein Wissen in neue Fächer mitnehme und umsetzen kann und damit weiß, dass ich wirklich etwas verstanden habe, macht mich das glücklich.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Manchmal verliere ich mich in der ganzen Theorie. Dann ist es gut einfach mal wieder ein Stück Holz in die Hand zu nehmen und sich klar darüber zu werden, um was es eigentlich bei der ganzen Denkerei geht: Um die Menschen, die irgendwann das hergestellte Produkt verwenden werden.

HolztechnikerinWelche Empfehlungen würden Sie Ihren Freundinnen und Freunden geben, wenn sie auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind?
Erstmal sich klar zu werden, wo die persönlichen Interessen liegen und diese dann mit möglichen Praktika noch zu verstärken bzw. festzustellen, dass die eigenen Berufsvorstellungen nicht der Realität entsprechen. Erwacht in einem selbst dann das Gefühl, das Richtige gefunden zu haben, sollte der eigene Weg gegangen werden und zwar ohne sich von Anderen ablenken oder beeinflussen zu lassen.
Der Traumberuf sollte Spaß machen, doch auch wenn dieser gefunden wurde, sollte sich Jede und Jeder immer wieder fragen, ob er es immer noch ist oder ob sich zum Beispiel die Lebensumstände geändert haben und sich die Interessen deswegen verschoben haben.

Was war Ihr Traumberuf? Wie haben Sie sich als Kind Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Ich hatte als Kind keinen klassischen Traumberuf, da ich mich meist nur auf das konzentriert habe, was direkt vor mir lag. Heute weiß ich, dass Tischlerin mein Traumberuf ist und deshalb möchte ich auch an diesem Beruf festhalten.

HolztechnikerinWas mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Für mein Studium ist eine Hochschulreife notwendig. Doch es ist nicht verkehrt, so wie ich eine Ausbildung zur Tischlerin oder zur Zimmerin durchlaufen zu haben, um praktische Grundkenntnisse mitzubringen.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
In meiner Freizeit steht meine Familie an erster Stelle. Nebenbei arbeite ich noch ein bisschen, um mehr Spielraum fürs Leben zu haben. Das Wichtigste zum Entspannen ist für mich die Zeit, wo ich beim Lesen in andere Welten entschwinde bzw. wenn ich mit meinem Freund durch die Natur wandere.

Was sagt Ihre Familie zu Ihrem Beruf? Wer hat Sie beeinflusst?
Meine Familie hat mich sehr bei meinem Berufswunsch unterstützt und war immer für mich da. Sehr beeinflusst hat mich mein Ausbilder in meiner Tischlerlehre. Er hat mir verschiedene Denkanstöße, beispielsweise die Herangehensweise an ein Problem, gezeigt und dies kann ich auch heute noch in meinem Studium anwenden.

Hatten Sie Vorbilder?
Meine Eltern sind meine Vorbilder. Bei ihnen habe ich gelernt, dass ich ohne starken Willen und Durchhaltevermögen im Leben nicht weiter komme.