Fluggerätmechanikerin

Ich heiße Dana Schulz und arbeite als Fluggerätmechanikerin mit Fachrichtung Triebwerkstechnik bei der MTU Aero Engines – Deutschlands führendem Triebwerkshersteller.

Zuerst habe ich ein klassisches Abitur angestrebt, doch als ich von einem Fachabitur im Bereich Technik gehört habe, hat mich das von Beginn an gefesselt. Da ich schon immer einen technischen Beruf erlernen wollte, habe ich mir dies als Ziel gesetzt und nun auch verwirklicht.

FluggerätmechanikerinWie sind Sie auf Ihren Beruf aufmerksam geworden?
Ein ehemaliger Klassenkamerad von mir begann nach der zehnten Klasse eine Ausbildung zum Fluggerätmechaniker und arbeitet heute bei Krauss, der Partnerfirma von MTU. In einem Gespräch mit ihm habe ich erstmalig vom Beruf des Fluggerätmechanikers gehört und wurde sofort neugierig.

Was ist das Spannende in Ihrem Beruf?
Das spannendste in meinem Beruf ist für mich die komplette Überholung eines Triebwerkes. Die hohe Verantwortung, die dieser Beruf mit sich bringt, darf aber auf keinen Fall unterschätzt werden.

FluggerätmechanikerinWas sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Bei der Demontage eines Triebwerkes ist es besonders wichtig, keine Schäden zu verursachen. Diese Vorsicht ist dann auch bei der Montage zu beachten.

Können Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, das Sie glücklich macht?
Wenn ein Triebwerk nach der Überholung den Testlauf ohne weitere Probleme übersteht, anschließend an den Kunden ausgeliefert wird und dieser mit unserer Arbeit zufrieden ist, macht mich das jedes Mal aufs Neue glücklich.

Gibt es etwas, was Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Ehrlich gesagt, kann ich nichts Negatives über meine Arbeit sagen, da ich mir durch die Ausübung dieses technischen Berufes einen lang gehegten Traum erfüllt habe. Außerdem habe ich mich schon im Vorfeld genau über den Beruf einer Fluggerätmechanikerin informiert, wodurch ich schon ungefähr wusste, was mich erwartet. Rückblickend wurden meine Erwartungen übertroffen und ich bin sehr glücklich diesen Beruf ausüben zu dürfen.

FluggerätmechanikerinWelche Empfehlungen würden Sie Ihren Freundinnen und Freunden geben, wenn sie auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind?
All denjenigen, die noch keine klaren Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft haben, empfehle ich, Informationen über Berufsorientierungsveranstaltungen einzuholen, bei denen sich Unternehmen vorstellen. Eine andere Möglichkeit wäre auch, ein Praktikum in einem Unternehmen zu absolvieren, das interessante Berufe anbietet. Zuvor würde ich aber jedem meiner Freunde noch den Rat geben, sich schon im Vorfeld Gedanken über ihre/seine ungefähre Berufsrichtung zu machen, also beispielsweise Technik oder Medizin. Damit meine ich einfach, dass man sich selbst fragt: Was macht mir Spaß? Wofür kann ich mich begeistern? Es ist auch eine gute Möglichkeit, mit Freunden oder Verwandten über die vielen verschiedenen Berufszweige zu sprechen.

Was war Ihr Traumberuf?
Mein Berufswunsch hat sich während meiner Kindheit oft geändert. Doch meinen wahren Traumberuf habe ich erst vor drei Jahren gefunden als ich die Lehre als Fluggerätmechanikerin in der Fachrichtung Triebwerkstechnik begonnen habe.

FluggerätmechanikerinWas mussten Sie tun, um den Beruf zu erlernen?
Technisches Verständnis, gute Englischkenntnisse und die „Liebe zum Schrauben“ sind Voraussetzungen, die Jede und Jeder mitbringen sollte, um als Fluggerätemechaniker/-in tätig zu werden.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
In meiner Freizeit beschäftige ich mich unter anderem mit Reparaturarbeiten an meinem Auto sowie dessen Pflege und Wartung. Somit habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

Wie haben Sie sich als Kind Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Einen Beruf zu finden, der mir Spaß macht.

Was sagt Ihre Familie zu Ihrem Beruf? Wer hat Sie beeinflusst?
Meine Familie findet meinen Beruf sehr interessant, steht mir mit vollem Verständnis zur Seite und unterstützt mich, wo sie nur kann. Sie sind auch sehr stolz, dass ich als Frau in einem Männerberuf Fuß gefasst habe.

Hatten Sie Vorbilder?
Nein, ich hatte nie wirklich ein Vorbild, denn ich wollte mein eigenes Vorbild werden und etwas auf die Beine stellen, worauf ich stolz sein kann. Ich hatte nur meine Ziele vor Augen und wollte keinem anderen Menschen nacheifern, denn schließlich ist jeder von uns ein Individuum.