Beruf des Floristen

Florist2Ich heiße Benjamin Kortyka, bin 28 Jahre alt und arbeite selbständig in meinem eigenen Laden als Florist. Den Beruf habe ich ab 2002 im Familienbetrieb erlernt und eine duale Ausbildung zum Floristen gemacht.

Ein Teil fand in der Berufsschule statt und der praktische Teil im Betrieb meiner Mutter in Potsdam. Inzwischen habe ich mit ihr zusammen als GbR einen eigenen Blumenladen in der Innenstadt.

Florist 2014Wie sind Sie auf Ihre Berufsausbildung aufmerksam geworden?
Durch meine Mutter und ihren Betrieb.

Was lernt man während der Ausbildung zur Floristin / zum Floristen?
Zunächst lernt man vieles über den Ladenbetrieb und das ganze Handwerk. Dazu zählen die Straußbinderei, die Kranzbinderei und Gestecke. Es gehören aber auch Tisch-, Hochzeits- oder Trauerdekoration zur Ausbildung. Und nicht zuletzt gibt es einen kaufmännischen Teil in der Ausbildung.

Was sind die wichtigsten Tätigkeiten? Womit verbringen Sie Ihren Tag größtenteils?
Die meiste Zeit verbringe ich mit der Organisation des Ladens, sorge also dafür, dass die Sträuße und alles im Laden top aussehen. Zusätzlich kümmere ich mich aber auch um den Einkauf, besorge frische Schnittblumen und Keramiken. Jeden zweiten Tag bin ich auf dem Großmarkt und entscheide dort immer tagesaktuell und individuell, was wir gerade im Angebot haben wollen.

Was ist das Spannende an Ihrem Beruf?
Für mich ist es vor allem das Kreative, das ist mir glücklicherweise schon immer gegeben ist. Sehr spannend ist für mich auch der Kontakt mit den Menschen.

Welches berufliche Erlebnis hat Sie besonders glücklich/stolz gemacht?
Ich habe für eine Floristenagentur für die Landesgartenschau gearbeitet – dort werden die Blumenhallen geschmückt und ich habe den Floristikpart übernommen. Es macht sehr stolz, wenn vier Wochen lang in dieser Halle die eigene Floristik präsentiert wird. Aber auch wenn die Kundinnen und Kunden sagen, es sieht genauso aus, wie sie es sich vorgestellt haben, ist das sehr schön.

Können Sie einen typischen Arbeitstag beschreiben?
Für mich fängt der Arbeitstag schon um 5 Uhr an. Um 6 Uhr fahren wir auf den Großmarkt und kaufen bis um 9 Uhr Ware ein, damit wir um 9.30 Uhr den Laden öffnen können. Um 18.30 Uhr schließen wir dann wieder. Es gibt natürlich auch entspanntere Tage, aber das ist ein typischer Arbeitstag von mir.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Nein, an sich gibt es nichts, das ich persönlich nicht mag. Gerade das Abwechslungsreiche ist das Schöne an meinem Beruf.

Wer hat Sie bei Ihrer Berufswahl beeinflusst?
Meine Mutter hat mich beeinflusst, aber es war auch meine eigene Entscheidung. Ich wollte nie KFZ-Mechaniker werden, aber der Beruf sollte handwerklich und kreativ sein. Schon in der Schule war ich in den naturwissenschaftlichen Fächern und in Kunst sehr gut und habe mich engagiert.

Gibt es bestimmte Voraussetzung um Floristin / Florist zu werden?
Die Grundvoraussetzung ist Kreativität und Lust auf diese Tätigkeit. Man sollte auch, da es ein sehr anstrengender Job ist, körperlich fit sein. Viele denken gar nicht daran, dass auch mal Erdsäcke getragen werden müssen. Außerdem ist es ein sehr kalter Beruf, da normale Schnittblumen kühle Temperaturen brauchen.

Ist es eher ein typischer Frauen- oder Männerberuf?
Der Beruf ist als Mädchenberuf verschrien, obwohl er handwerklich herausfordernd und anstrengend ist. Ich würde sagen, das ist absolut ein Beruf für kreative Jungs.

Berufe im Video vorgestellt:

Das Video stammt vom BR – Bayerischen Rundfunk und wurde uns freundlich zur Verfügung gestellt. Alle Videos des BR-Projekts “Ich mach’s!” findet ihr hier.

Über Marina Schubert

alter Zugang von Marina Schubert, ms@medienlaborpotsdam.de