Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Ich bin Fahim Ayobi und absolviere mein erstes Lehrjahr als Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft bei der HUMANA Kleidersammlung GmbH in Hoppegarten.

Wie bist Du auf diese Berufsausbildung aufmerksam geworden?

Seit ich in Deutschland angekommen bin, habe ich viele neue Freunde und Bekannte kennengelernt. Sie haben mir von dem freien Ausbildungsplatz bei HUMANA erzählt und da habe ich mich vorgestellt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Deinem Betrieb aus?

Wir arbeiten in zwei Schichten, Frühschicht   und Spätschicht. Bei den Tätigkeiten wechseln wir uns ab. Die unterschiedlichen Kleidungsstücke werden nach Material und Qualität sortiert. Anschließend werden die Stoffe und Materialien gepresst und in Säcke verpackt. Die Säcke wiederum werden zugenäht, gewogen, beschriftet und eingelagert.

Was sind die wichtigsten Tätigkeiten?

Alle Tätigkeiten und Arbeitsschritte sind wichtig, ob Sammlung, Sortierung oder Lagerarbeit. In den kommenden Monaten meiner Ausbildung lerne ich viel über Sammlung und Büroarbeit kennen. Hier lerne ich den Wareneingang und Warenausgang zu bearbeiten, eine Tourenplanung zu erstellen und mit statistischen Auswertungen zu arbeiten. Wichtig ist bei uns auch das Erstellen von Exportpapieren für den Versand in andere Länder.

Was findest Du spannend an der Ausbildung?

Man lernt jeden Tag neue Dinge und da wir mit Partnern in der ganzen Welt arbeiten, haben wir viel Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus anderen Ländern, die weit weg sind.

Was war Dein Traumberuf?

In Afghanistan habe ich bereits als Sportlehrer gearbeitet, aber mein Traumberuf war es, als Schauspieler oder Fotomodell zu arbeiten.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Ausbildung zur Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Empfohlen wird ein mittlerer Bildungsabschluss. Dazu kommt Verständnis von Materialkreisläufen und Wiederverwertbarkeit. Außerdem sollte man handwerkliches und technisches Geschick mitbringen. Schließlich muss die Presse bedient werden, die Kleidersäcke müssen maschinell verpackt und mit dem Gabelstapler eingelagert werden. Hin und wieder fallen auch kleinere Reparaturarbeiten an.

Was lernt man in der Berufsschule?

Alle drei Wochen haben wir eine Woche Schule. Da bekommen wir Unterricht in Chemie, Biologie, Englisch, Sozialkunde und Umwelttechnik. Wir haben auch schon andere Betriebe besucht, wie zum Beispiel einen Betrieb für Wasseraufbereitung – denn auch das ist Kreislaufwirtschaft.

Gibt es Aufgaben die Du besonders schwer findest?

Ich möchte noch mein Deutsch verbessern. Daher habe ich ausbildungsbegleitende Hilfen beantragt und dann einmal pro Woche Unterricht erhalten. Außerdem nehme ich am Wochenende Nachhilfe mit einem ehrenamtlichen Deutschlehrer, den ich über das VerA-Programm kennengelernt habe.

Würdest Du Deinen Beruf weiterempfehlen?

Ja, würde ich. Daher fahre ich zum Beispiel mit zu Ausbildungsmessen und erzähle dort von meinem Beruf oder ich erkläre anderen Schülerinnen und Schülern bei einer Betriebsbesichtigung die unterschiedlichen Aufgaben und Tätigkeiten in unserem Haus.