Altenpflegehelfer

Ich heiße René Krebs, bin 24 Jahre alt und seit zwei Jahren mache ich eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer. Vor meiner Ausbildung verbrachte ich vier Jahre bei der Bundeswehr.

AltenpflegehelferWie sind sie auf Ihren Beruf aufmerksam geworden?
Mein Bruder, meine Tante und meine Schwiegermutter arbeiten ebenfalls im Bereich Pflege. Durch Erzählungen und Erfahrungsberichte bin ich also schon vorher mit dem Beruf in Berührung gekommen.

Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?
Ein schönes Gefühl ist es, älteren Menschen helfen zu können, die alleine nicht mehr zu Recht kommen. Wichtig ist dabei, dass man gegenseitiges Vertrauen aufbauen muss, sonst klappt es nicht. Ich lerne dadurch die älteren Menschen ziemlich gut kennen. Jeder hat ganz individuelle Erfahrungen mit unserer Welt gemacht, jeder hat seine eigene Geschichte. Das finde ich schon echt spannend.

Was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten?
Ich helfe den älteren Menschen bei der Körperpflege, beim Kochen und Essen und sorge dafür, dass sie auch mal rauskommen und etwas erleben, in dem ich mit ihnen Spazieren gehe oder Karten spiele. Natürlich gehört es auch zu meinen Aufgaben, diese Betreuung in den Patientenakten genau zu dokumentieren.

AltenpflegehelferKönnen Sie von einem beruflichen Erlebnis berichten, dass Sie glücklich macht?
Froh macht mich immer wieder, wenn die älteren Menschen zufrieden und dankbar sind. Das müssen sie nicht mit Worten ausdrücken – man sieht es Ihnen an. Es ist schön zu sehen, dass sie glücklich mit unserer Betreuung sind und ihre Selbstständigkeit noch erhalten geblieben ist.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Beruf nicht mögen?
Nein, gibt es nicht.

Welche Empfehlungen würden Sie Ihren Freunden und Freundinnen geben, wenn sie auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind?
Auf jeden Fall sollte man die Gelegenheit nutzen, Schnupperpraktika zu machen und so in verschiedenen Berufe ‚reinzuschnuppern’. Dann kennt man auch die Vor- und Nachteile der Berufe und kann sich viel besser für einen entscheiden. Wichtig ist dann, dran zu bleiben und niemals aufzugeben.

AltenpflegehelferWas war/ist Ihr Traumberuf?
Ich wollte mal Fischverkäufer in Griechenland werden. Mittelmeer, Sonne und historisches Flair… das wäre schon was für mich. Mittlerweile finde ich es aber viel schöner, Menschen zu helfen, anstatt ihnen etwas zu verkaufen. Ich glaube, dass mein jetziger Beruf zu meinem neuen Traumberuf geworden ist.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Meine Freizeit verbringe ich meistens an meinem Computer und mit Sport. Ich gehe auch gerne spazieren.

AltenpflegehelferWie haben Sie sich als Kind Ihre berufliche Zukunft vorgestellt?
Als ich klein war, dachte ich, ich könnte doch einfach Koch werden, indem ich meiner Mutter beim Kochen zuschaue. Ich habe gern ge- gessen und stellte mir vor, als Koch könnte ich mich immer selbst mit leckeren Speisen versorgen. Natürlich ist die Berufswelt komplexer und es ist schon ein wenig anspruchsvoller, einen Beruf zu erlernen. Damals hätte ich aber nicht gedacht, einmal Altenpflegehelfer zu werden.

Hatten Sie Vorbilder?
Ich denke, mein Opa hat mich sehr geprägt. Seine Devise: „Arbeiten, arbeiten, arbeiten und trotzdem Spaß haben.“